11 Reaktionen zu “Wie lange und wie weit kann man täglich pendeln, bevor man wahnsinnig o.ä. wird?”

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Als ich jung war, hatte ich mal eine über 1,5 Std. Anreise zu einer Anstellung. Es ging ganz gut. Natürlich macht man das nicht auf Dauer.

1-2 Jahre wirst Du das durchhalten, wenn es sich lohnt.

Poppy_I. am 19. Januar 2012 um 23:40

Ich hatte früher fast 2 Stunden einfachen Arbeitsweg. Das habe ich fast 10 Jahre lang gemacht. Dann habe ich entschieden, daß ich nicht damit zurechtkomme, außer Arbeit und Zugfahren nichts von meinem Leben zu haben, und bin nach München gezogen. Mich würden keine 10 Pferde mehr dazu bringen, rauszuziehen. Es war die Hölle.

Badenixe am 19. Januar 2012 um 23:55

Es gibt Menschen, die können so etwas, ich gehöre zu denen, die sowas nicht lange aushalten ohne wahnsinnig zu werden.

Ich hatte auch 1 1/2 Jahr einen Weg von jeweils 1,5 Stunden. Also insgesamt 3 Stunden pro Tag (und natürlich nur, wenn ich meine Anschlüsse bekommen habe, was selten der Fall war). Morgens um halb sieben mußte ich aus dem Haus und war abens um sieben oder halb acht da. Privatleben null, Erholung null, Zeit null.

Ich konnte es nicht, es hat mich fertig gemacht, ich war nur noch müde und genervt.

Ich werde es nie wieder machen. Das kann ich einfach nicht. Versuch es, vielleicht bist Du ja einer der Menschen, denen es nichts macht. Viel Erfolg und gute Nerven!

Kuhfreak am 20. Januar 2012 um 00:12

Also mal klar berechnet gehen jeden Tag 3 Stunden drauf!
Bei steigenden Energiekosten auch noch immer mehr Geld!
Also einfach gesagt: Lass es!
Lebe im schrecklichen München oder arbeite im schönen Nürnberg!

NoCleverle am 20. Januar 2012 um 01:10

Mußte früher ca 2Stunden hin und wieder 2Stunden zurückfahren ! Und das nur Nachtschicht. Habe nach nem 3/4 Jahr in den Sack gehauen,weil meine Ehe langsam aber sicher zu bruch ging. Wenn ich wieder kam, war ich müde und gereizt. Habe meine Kids fast nicht mehr gesehen und meine inzwischen Ex-Frau nur beim kommen und gehen.Was nützt mir die Kohle, wenn meine Kids Onkel zu mir sagen.Nach 3 Jahre ging meine Ex-Frau sowieso die Kids sind bei mir.Und mir gings nie besser

scorpio am 20. Januar 2012 um 01:26

Bei mir wird es ab etwa einer Stunde grenzwertig, aber da hat jeder seine eigene Schmerzgrenze: die Strecke München-Nürnberg hat ein früherer Kollege von mir mal eineinhalb Jahre gemacht.

Beliebig lange kann das wohl keiner machen, schätze ich. Irgendwann merkt man das. Vor etwa zwei, drei Jahren fiel mir mal die Adresse einer amerikanischen Webseite in die Hände. Dort hatten sie eine Umfrage nach dem längsten Arbeitsweg gemacht. Gewinner war ein Typ, der angab, täglich (!) 5,5 (ja: fünfeinhalb!) Stunden zur Arbeit zu fahren – und abends nochmal 5,5 wieder zurück. Argument: er würde sein Haus am Yosemite-Nationalpark so ungerne aufgeben.

Leider konnte ich die Seite nicht wiederfinden. Aber ich schätze, bei den jetzigen Spritpreisen dürften sich derartige Exzesse (der Typ musste sich sogar von Amerikanern als Umweltverschmutzer kritisieren lassen) wohl langsam erledigt haben.

Kai F am 20. Januar 2012 um 01:56

Kommt auf jeden selber an und wie lukrativ der job ist bzw was hängen bleibt
mich nervt jede minute arbeitsweg

Jens Go am 20. Januar 2012 um 02:25

ich arbeite seit 10 Jahren in Frankfurt, zum Bahnhof mit dem Bus (8 min oder gefahren werden 4 min) 55 min bis -1 Stunde10 Zugfahrt, und dann 2 Stationen mit der U-Bahn oder 10 min laufen.

das ist noch gut!

hier sind viele, die fahren mit dem Auto zum Bahnhof (10-20min), fahren dann zwischen 1-2 1/2 Stunden, ggf nochmal Umsteigen, dann auch noch 2 Stationen mit der U-Bahn.

für Frankfurt ist das nichts ungewöhnliches.

es gibt auch leute die sind näher und fahren nur 30 -45 Min Zug oder S/U-Bahn, die wohnen dafür teurer.

ein Kollege aus meiner Stadt macht das schon seit über 30 Jahren, ja, er ist ein bischen seltsam, aber sind wir das nicht alle?

da die Lebensqualität besser ist und günstiger (für meine Ansprüche, ich bin Privat kein Stadtmensch) finde ich es so angenehmer.
Mist ist es halt wenn sich einer vor den Zug schmeißt und so alles aufhält, oder wenn ein Sturm oder so die Gleise blockiert.

Aber ansonsten ist es ganz ok, man kann Bücher oder Zeitung lesen, schlafen, Musikhören, Laptop/Handy im Internet surfen/spielen und kommt auch entspannter an, als nach 35 Min Autobahn fahren (A5 zb)

@nachtrag wg Geld, in FFM haben alle in der regel ein Jobticket, ich weiss nicht obs sowas in München gibt. aber ca. 40 Euro gegen 6 Tankfüllungen sind eine Überlegung wert.

Henni am 20. Januar 2012 um 02:58

ist nicht eher die Frage ob man sich das überhaupt aussuchen sollte? Heute ein nettes zu hause zu haben und einen Job der einen den sprichwörtlichen Kühlschrank voll macht ist verdammt wichtig. Alternativ landet man bei den Hartz-Usern, weil man sich das ja nu wirklich nicht zumuten wollte.

Tom am 20. Januar 2012 um 03:50

Ich war mal ein ganzes Semester täglich 4 Stunden unterwegs- 2 hin, 2 zurück (wenn die Bahn ganz doll lieb zu uns pendlern war, dann war ich noch länger unterwegs….)
Ich persönlich fand es anfangs echt sch***, man gewöhnt sich aber schnell daran! Habe mir immer viel zum Lesen mitgenommen oder Musik- damit lässt es sich aushalten.

Conlai am 20. Januar 2012 um 04:25

Ja ich finde es ist Schwachsinn, darüber nachzudenken. Vor allem ist es nicht nur die Zeit. Wenn Du täglich von Nürnberg nach München pendelst, ist das eine riesige Entfernung, ggf. anderes Wetter also täglich zweimal muß sich Dein ganzer Körper umstellen.

Anderseits soll es tatsächlich Menschen geben, die in Paris arbeiten und in Brüssel wohnen. Da gibt es auch so einen schnellen Zug, der braucht etwa 1 Stunde 22 Minuten von Paris nach Brüssel. Kannst Dich ja mal bei diesen Pendlern erkundigen, ob die schon wahnsinnig geworden sind.

eberhardblocher am 20. Januar 2012 um 05:24
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